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Hinter diesen Fenster verbummeln faule Beamte unsere Altersvorsorge. Das heißt, meine natürlich nicht, die kriegen sie nämlich nicht.
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Bild von h.koppdelaney
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HKD
Bei Interesse an Psychologie:
Stichworte: Gralssuche, Psychologie, Spiritueller Materialismus
Der Sprung ins Ungewisse?
Nur wer den Sprung ins Ungewisse hinter sich hat, kann sagen, wo er angekommen ist. Wer angekommen ist, weiß ganz genau, wo er sich befindet. Alle anderen handeln mit Konzepten, mit Vorschlägen, wie man das erreicht, wonach man sich sehnt. Die Sehnsucht nach dem Gral, nach der unbekannten von allen Leiden erlösenden Kostbarkeit, wird vom der Gralsindustrie, geschickt vermarktet und diese Vermarktung gehört zu den äußeren Aspekten des spirituellen Materialismus. Doch nicht nur esoterische Bücher, Ratgeber und Filme sind zahlreich auf dem Markt, das Angebot an Seminaren zum Thema „Seele finden und heilen“ ist riesengroß.
Den Impuls zur Gralssuche spüren Menschen zu allen Zeiten und im Verlauf dieser Suche erkennen sie, dass sie selbst und ihr Leben der größte Schatz ist. Doch vorerst einmal werden das Heil und der innere Friede woanders gesucht.
Die Außenwelt wird übermächtig und zieht alle Aufmerksamkeit des Bewusstseins auf sich. Der mystische Diamant wird als materielles Objekt irgendwo versteckt vermutet und schließlich meint man, man könne sich das Seelenbewusstsein erkaufen. Doch die Währung der Außenwelt zählt nicht, denn das Glück und das Paradies der Kindheit liegen nicht in äußeren Bedingungen.
Äußere, materielle Sicherheit entpuppt sich immer mehr als Glücksbremse, denn der Aufwand, die Sicherheit zu erhalten stellt sich als wahrer Erhalter des Egos heraus. Das spirituelle Ego bildet sich wie selbstverständlich auf der Suche nach der größten Kostbarkeit.
Ohne Ego kein Sucher. Plausibel erscheint auch der Umkehrschluss: Ohne Gralssuche kein (spirituelles) Ego mehr.
Und so kommen wir zum vom Ego befreienden Sprung ins Ungewisse. Der Sprung in die Unsicherheit entzieht dem vorausplanenden Ego den Boden. Es gibt nämlich nichts mehr abzusichern. Versicherungen sind schließlich die Ketten an denen das freie Bewusstsein liegt. Liebe aber lässt sich nicht an Ketten legen. Gefühle sind nicht erkäuflich, und doch sind gerade sie es, die das Leben saftig und lebenswert machen.
Das wahre Lebenselixier sind die herzlichen Gefühle der Kindheit. Selbstliebe ist hier eine natürliche Sache. Mit zunehmendem Alter und dem Eintreten in die pubertäre Phase verliert sich die unschuldige Selbstliebe, die nichts mit der narzisstischen Selbstverliebtheit bestimmter Menschen zu tun hat. Tief im Innern bleibt der dunkle Teil, die Selbstablehnung unerlöst. Der Zweifel an sich selbst liegt im Unbewussten, während der Selbstzweifel durch die Selbstliebe erkannt und angenommen werden kann.
Wahre Selbstliebe verzeiht sich alle vermeintlichen Schwächen. Und schließlich weiß man nicht mehr, was Schwäche und was Stärke ist, ihre Polarität löst sich auf in der Akzeptanz und der Gleichbehandlung beider Seiten. Yin ist mir so lieb wie Yang. Das ist Liebe. Keine Versuche mehr, sie trickreich zu ködern, zu kaufen und zu binden.
Konzepte, Regeln, Verordnungen, Verhaltensmaßregeln, das Prinzip der Ordnung schlechthin wollen Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit. Das Stichwort ist wieder: Planung. Doch wie können der Flow, der Augenblick, das Hier und Jetzt geplant werden? Vertrauen, innerer Friede, Lebensfreude, Glücksgefühle können nicht vorausbestimmt werden. Immer gut gelaunt um 11 Uhr 10?
Es gibt keine erfolgreichen Konzepte, denn das Konzept selbst ist schließlich ein Geistesgift. Die Gedanken kreisen um richtig und falsch, besser oder schlechter, um geschickte oder ungeschickte Mittel.
Jedes Konzept ist eine Fessel des Geistes, auch wenn es für lange Jahre auf dem Weg der Selbsterkenntnis förderlich war. Schließlich zerreißt der Zen-Meister die heiligen Schriften und Meister Eckhart spricht von Gelassenheit. Loslassen. Der Sprung ins Ungewisse. Das ist die Befreiung auch und ganz besonders vom spirituellen Materialismus.
Ich weiß, dass ich nichts weiß, hat der weiseste Mann der griechischen Antike, Sokrates gesagt und an diesem Inhalt hat sich für den Erkennenden bis heute nichts geändert. Genau an diesen Punkt gelangt der Sucher. Er weiß nichts mehr, und er weiß auch nichts mehr besser. Er lächelt über spirituelle Konzepte, die den schnellsten Weg zur Erleuchtung anbieten. Was ist Erleuchtung? Der Sprung ins Ungewisse. Alle Konzepte sind relativiert, alle Vorstellungen sind verschwunden.
Der Sprung ins Ungewisse ist der Sprung in den Augenblick. Und dieser Augenblick sorgt für sich selbst.
Das Bild zeigt noch einen Abschnitt der Gralssuche: Den Anlauf zum Sprung in den Augenblick…
Der Steg, das sind die Konzepte, die gekauften Lehren und Erfahrungen. In wenigen Augenblicken oder Jahren, wird der Steg weggekippt vom höheren Selbst, vom Schöpfer des wunderbaren Spiels, genannt Leben. Und nun rate mal, wer der Schöpfer ist?
Der Mystiker Meister Eckhart sagte wie schon Christus lange zuvor: Ich und der Vater sind eins…
Das stimmt überein mit der buddhistischen Aussage: Du bist Buddha!
Also, wer zieht das Brett weg?
Oh Mann, ohne Humor geht in diesem Leben aber auch gar nichts…
HKD
Digital art based on own photography and textures
HKD
Passion, Lust and Tenderness

Bild von h.koppdelaney
Venus is her name… She got it!!! Yeah….
HKD
Ansichtssache
Thema Nr. 4
Was sind meine Ansichten über Sexualität und Lust?
Freuden ohne Reue?
Erotische Lust empfand ich bereits als Kind, doch setzte die unwiderstehliche Sehnsucht nach Befriedigung dieser Energie erst massiv während meiner Pubertät ein. Ich fand Erleichterung des drängenden Triebes durch regelmäßige Selbstbefriedigung und mit zunehmendem Alter auch mit Freundinnen. Ich benahm mich jedoch unbeholfen und selbstsüchtig, fühlte mich schüchtern, hilflos und vor allem unerfahren. Emotionale Verwirrungen begleiteten mich bis ich Anfang zwanzig eine feste Freundin gewann.
Ich habe den Begriff „gewinnen“ bewusst gewählt, denn auch Beziehungen zu Menschen unterlagen meinen Vorstellungen, die durch meine Erziehung geprägt wurden. Auf dem Schlachtfeld von Partnerschaft, Liebe und Erotik herrschte Wettbewerb. Es ging um Vergleiche über Aussehen, Potenz, wirtschaftliche Leistungskraft und gesellschaftlichen Status.
In meiner Welt standen die herzlichen Aspekte weit hinten, denn sie wurden als unbeständig schwächlich und irrelevant angesehen. Mit Sex und Eros ging ich daher pragmatisch um und mir reichte lange Jahre eine Triebbefriedigung ohne Herz, trotz heimlicher Sehnsucht.
Auch nach meiner Heirat blieb meiner Frau gegenüber das Herz verschlossen. Ich fühlte mich eng mit ihr verbunden und auch stark auf sie bezogen, doch Liebe spürte ich nicht für sie. Dieser Umstand war mir bewusst, doch ich wusste nicht, dass ich gar nichts mehr lieben konnte, weder Menschen, noch Tiere, noch mich selbst. Im Verlauf meiner Kindheit und Jugend hatte ich mein Herz verschlossen, der Schmerz und das Leiden an den herzlichen Gefühlen, die in meiner Umgebung als Schwäche angesehen wurden, erschienen mir unerträglich.
Nach der Pubertät verwechselte ich die Energie der Begierde und den Wunsch nach Bezogenheit und Sex mit Liebe. Es bedurfte viele Jahre, bis mir die unterschiedlichen Aspekte von Begierde bewusst wurden.
Begierde ist die Wurzel aller Formen von Anziehung ob in Bezug auf Dinge oder Menschen und repräsentiert neben der Abstoßung einen Pol innerhalb der kosmischen Dualität.
Die Tiefenpsychologen Sigmund Freud und C.G. Jung nannten die dualen Kräfte Eros und Thanatos. Ihnen entspringen alle anderen Gegensatzpaare wie: Anziehung – Abstoßung oder Schöpfung und Zerstörung.
Im Zeichen von Yin und Yang wird die Einheit dieser Dualität seit mehr als zweitausend Jahren abgebildet. Mystiker verwenden dieses Bild, um den dynamischen Aspekt und den ständigen Wechsel dieser Kräfte darzustellen.
Beide Energien, die der Anziehung (ich bezeichne sie als B4) und die der Abstoßung (A4) entspringen der einen Quelle (dem universalen Bewusstsein), versinnbildlicht in einem einzigen Zeichen. Liebe hat ihren Ursprung in dem Einen – häufig dargestellt als Kreis oder Kugel – und Hass ebenfalls.
Auf der körperlichen Ebene motiviert die Energie der Vereinigung (Motivationskraft B4) nicht nur zur Fortpflanzung. Für mich ist der lustvolle, aber auch der triebhafte Akt eine rituelle Vereinigung der Gegensätze, eine Verschmelzung zur Ganzheit.
Ich sehe die menschliche Vereinigung als ein Abbild für die kosmische Vereinigung der Gegensätze von männlich und weiblich, von Verstand und Gefühl, von Tag und Nacht oder Sonne und Mond. Diese Metaphern werden von allen mystischen Schulen verwendet, um die Unio Mystica (Vereinigung der Gegensätze) zu verbildlichen.
Im späteren Verlauf meines Lebens erkannte ich die tiefe Symbolik die in jedem Akt der Vereinigung liegt, und die Freude und Lust am erotischen Spiel vertiefte sich mit der zunehmenden Liebe für die gesamte Schöpfung, die ich aus dem Zentrum meiner Seele heraus wahrnehme.
Die Liebe für mich und meinen Körper löste eine lange Phase von Selbsthass ab (A4). Dunkelheit und Ebbe im emotionalen Bereich wurden zu Licht und Fülle. Die Dynamik des Wandels bestätigte sich mir und wurde mir zur tiefen Gewissheit. Alles geht vorüber. Weder kann sich Unlust halten noch die Lust, obwohl gerade diese Ewigkeit ersehnt. Doch jeder Befriedigung folgt ein Erschlaffen, jedem Höhepunkt eine Pause.
Begierden verwickeln mich ins Leben, Abstoßungen erlösen mich von ihnen. Wie könnte ich mich auf Beziehungen einlassen und neue Erfahrungen sammeln, wenn es niemals Abstoßung (A4) und mit ihrer Hilfe Befreiung und ein Ende gebe?
Die Vorzüge von Lust und Sexualität kann ich seit dem Ende meiner rigiden Vorstellungen von Moral und Anstand endlich genießen. Die östlichen, vor allem buddhistisch tantrischen Schriften haben meinen Blick auf Eros und Lust vertieft und befreit.
Bewusst erfahrene Lust und Sexualität gepaart mit den Gefühlen des Herzens ist das Ergebnis eines langjährigen Prozesses der Befreiung von den Tabus und engen Vorstellungen einer bürgerlichen Erziehung.
Ich stellte allerdings fest, dass zahlreiche Hemmungen im Bereich des Eros aus früheren Inkarnationen zu stammen scheinen. Träume und Visionen zeigten mir, dass eine ungehemmt und unbewusst ausgelebte Sexualität leidvolle Krankheiten mit sich brachten.
Venus ist eine verführerische Göttin und der Gott Amor ein Verzauberer. Eros nimmt keine Rücksicht auf Ordnungen oder Eheversprechen. Dennoch entspringt Venus nicht ihrer selbst, sondern ist Tochter des Gottes Jupiter. Alle Triebe haben ihren Ursprung in der Einheit, dem Zentrum des eigenen Geistes. Auch Blockaden entspringen der innersten Quelle oder dem höheren Selbst.
Hemmungen, Schüchternheiten, Selbstkontrolle im erotischen Bereich haben oder hatten für mich einen Sinn. Ich halte es für angebracht, jede Form einer Blockade auf diesem Gebiet möglichst tiefgründig und respektvoll zu ergründen.
Ist die Zeit für eine Lösung gekommen, wird sie mit Sicherheit viel Lust und endlich eine Freude ohne Reue bringen.
HKD
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